STARTSEITEKontakt ImpressumDatenschutzSitemapLinks FAQSchau niemals zurück! Du ersparst die den Blick in das Chaos..comFAQ- Sind Sie religiös? >>>- Haben Sie Angst vor dem Tod? >>>-Ist Demokratie die beste Gesellschaftsform? >>>-Sollten die Strafen für Sexualverbrechen verschärftwerden? >>>-Findet der Klimawandet tatsächlich statt? >>>-Warum hat Ihr Auto 150 PS? >>>- Lesen Sie Bücher?- Was hören Sie im Radio? >>>- Warum verbringen Sie so viel Zeit vor dem Computer?-Sind Sie heterosexuell?- Würden Sie noch einmal heiraten?-Warum leben Sie allein?-Warum haben Sie die Bundeswehr verlassen?- Haben Sie Ihren Traumberuf gefunden?- Würden Sie gerne in einer anderen Zeit leben?- Möchten Sie in Deutschland sterben?- Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmalleben würden?-Konsumieren Sie Drogen?
Sind Sie religiös?Nein, ich bin absolut ungläubig und habe keine Beziehung zu irgendwelchen überirdischenDingen. Da ich aber ein überzeugter Agnostiker bin, muss ich diese Frage anders be-antworten. Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt. Auch nicht, ob es mehrere Götter gibt. Ichweiß aber auch nicht, ob es keinen Gott gibt. Wobei ich diese Fragen für mich auch überhauptnicht wichtig finde. Mir ist wichtig, dass ich respektvoll mit gläubigen Menschen umgehe. Unddass nicht versuche, sie von meiner Einstellung zu überzeugen. Ebenso erwarte ich jedochauch, dass mich die Gläubigen so wenig wie möglich in meinem Leben einschränken. In der Praxis bedeutet das, dass ich mich selbstverständlich so verhalte, dass ich die Gefühleder Gläubigen nicht verletze, indem ich mich z.B. entsprechend kleide, wenn ich ein Gottes-haus betrete, mich dort ruhig und unauffällig verhalte und nichts tue, was den Glauben inirgendeiner Form stören könnte. Das erwarte ich von den Kirchen auch. Mich stört das Läuten der christlichen Kirchen und ichwünsche mir, dass dies auf ein Minimum reduziert wird. Es stört mich, wenn die KatholischeKirche die Benutzung von Kondomen verbietet, wenn es völlig fehlplatzierte Diskussionen umden Bau einer Moschee gibt oder wenn die Zeugen Jehovas an meiner Tür klingeln. Überzeugt bin ich jedoch davon, dass Jesus von Nazareth gelebt hat. Ebenfalls denke ich,dass dieser Mann tolle Ideen hatte und der Auslöser für die Welt war, in der wir heute leben.Ob ich das nun gut finde, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Genauso denke ichübrigens auch über Mohammed. Natürlich hat er gelebt. Und natürlich waren beide großePropheten. Aber dass Jesus der Sohn Gottes ist, sollte man nicht allzu wörtlich nehmen. Durchaus beängstigend finde ich hingegen, wie sehr der Glaube eine Gesellschaft formt undihr bestimmte Werte vorgibt, selbst wenn nur noch ein geringer Teil der Bevölkerung an einenbestimmten Gott oder Propheten glaubt. Unsere westlichen Menschenrechte sind nicht einfachso vom Himmel gefallen. Sie sind das Ergebnis einer langen christlichen Geschichte. Grund-sätzlich lehne ich die Menschenrechte natürlich nicht ab. Aber es wundert mich, dass wir in derwestlichen Welt glauben, den Stein der Weisen gefunden zu haben und unsere Vorstellungenseit langer Zeit mehr oder weniger gewalttätig in die ganze Welt exportieren möchten. Hat maljemand überprüft, ob in den letzten 2000 Jahren mehr Glaubens- oder mehr Wirtschaftskriegegeführt wurden? Ich denke, dass eine Religion immer dann gefährlich wird, wenn sie einenAlleinherrschaftsanspruch hat - und dazu neigen besonders die monotheistischen Glaubens-richtungen.Ich halte mich übrigens unglaublich gerne in Kirchen auf. Sie sind - neben Friedhöfen - oft dieletzten Plätze in unseren Städten, an denen es wirklich ruhig ist. Altar in der Kirche, in der ich getauft wurde.
Haben Sie Angst vor dem Tod?Natürlich habe ich Angst davor, eines Tages nicht mehr zu sein. Und um ehrlich zu sein,glaube ich den Menschen, die sagen, dass sie diese Angst nicht hätten, kein Wort. Dabei ist mir klar, dass ich den größten Teil der Menschheitsgeschichte ja bereits tot war. Esist doch durchaus interessant, dass wir die Zeit nach dem Leben “Tod” nennen, für die Zeit vordem Leben aber keine wirkliche Terminologie haben. Der Unterschied zu der Zeit vor meinemund nach meinem Leben ist eben der, dass ich über die Zeit davor Informationen bekommenkann. Ich kann mich mit anderen Menschen darüber unterhalten, kann Bücher lesen oderFilme ansehen. Doch mir wird absolut verschlossen bleiben, was nach meinem Leben seinwird. Da ich aber nun ein reichlich wissbegieriger Mensch bin, ist es eben sehr beängstigend, dasalles, was die Menschheit irgendwann erfahren wird, nicht zu erleben. Noch schlimmer als die Vorstellung, eines Tages nicht mehr zu leben, wäre jedoch, ewig lebenzu müssen. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass uns unsere Endlichkeit dazu bewegt, über-haupt etwas zu bewegen. Um es einfach zu sagen: Ich hätte mal so gar keinen Grund, michheute um meine Webseite zu kümmern, wenn ich das auch noch in tausend Jahren machenkönnte, ober eben in einer Million? Mit der Ewigkeit würde alles seinen Sinn verlieren. Wenn ich jedoch sage, dass ich Angst vor dem Tod hätte, bedeutet das nicht, dass mich dieVorstellung, irgendwann zu sterben, von einem “normalen” Leben abhalten würde. Das heißt,dass mich dieses Wissen nicht wirklich negativ beeinflusst. Sondern eher positiv. “Mach’ esheute! Wer weiß, ob du morgen noch dazu in der Lage bist.”2006 vor einer Schlachterei in Thüringen.
Ist Demokratie die beste Gesellschaftsform?Jein! Und selbst das trifft es nicht. Dabei dürfen Sie natürlich nicht vergessen, dass es garnicht erlaubt ist, zu schreiben, dass man auch nur ein wenig daran zweifeln könnte, dass dieDemokratie doch nicht so toll sei, wie sie in unserer Welt immer gepredigt wird. Die Demokratie ist eine recht neue Erfindung und gehört zu den wenigen Dingen, die denMenschen vom Tier unterscheiden. Und grundsätzlich ist der Gedanke, dass jeder Menschnicht nur mitbestimmen, sondern eben auch bestimmen, kann, eine interessante Variante desgesellschaftlichen Lebens. Aber diese Idee ist nicht nur interessant, sie ist auch so gut, dassich absolut davon überzeugt bin. Dumm nur, dass ich eine wirkliche Demokratie noch niemalserlebt habe. Denn dazu sind die Voraussetzungen der einzelnen Menschen einfach zu unter-schiedlich. Unsere Gesellschaft ist derart kompliziert, dass der Einzelne gar nicht mehr dieMöglichkeit hat, wirklich bescheid zu wissen. Deshalb muss er seine Stimme anderenMenschen übertragen - nämlich Politikerinnen und Politikern. Das halte ich nicht nur für be-denklich, sondern durchaus auch für gefährlich. Und selbst wenn das nicht so wäre, wäre eineBasisdemokratie mehr als schwierig. Zu viele Faktoren beeinflussen Meinungen. Und vieledieser Faktoren sind eben nicht gerade günstig. Besonders ins unserem kapitalistischen Sys-tem sind es doch oft wirtschaftliche Aspekte, die Meinungen entstehen lassen. Mehrere Jahr-zehnte war die Gewinnung von Strom auf die Atomkraft ausgerichtet. Es soll hier doch nun malniemand ankommen und sagen, dass man nicht hätte wissen können, dass Atomkraftwerkegefährlich sind. Dass sie trotzdem gebaut wurden und in der Bevölkerung eine durchaus be-trächtliche Zustimmung hatten, lag doch einfach daran, dass man zwischen dem “Restrisiko”und dem wirtschaftlichen Nutzen abwägen musste. Und dann stellt dich ganz einfach dieFrage, ob es sinnvoll ist, Entscheidungen auf solchen Grundlagen zu treffen. Spätestens hierversagt die Demokratie, weil bestimmte Interessengruppen es schaffen, einen Großteil derBevölkerung mit aberwitzigen Behauptungen so zu manipulieren, dass das Ergebnis einfachnur noch schlecht sein kann. Viel spannender hingegen wäre es zu erleben, wie die Menschen in zehn, zwanzig oderdreißig Generationen mit dem Thema “Demokratie” umgehen werden. Ich jedenfalls kann mirnicht vorstellen, dass sich dieses System wirklich einmal durchsetzen wird. Gerade, weil manversucht, die derzeitige “Pseudophase” als Durchbruch zu verkaufen, kann es in meinenAugen nur schief gehen. Also: Demokratie ist nur dann die beste Variante, wenn der Kapitalismus abgeschafft wird!Lenin 2004 in Ulan-Ude.
Sollten die Strafen für Sexualverbrechen verschärft werden?Nein, natürlich nicht. Denn in der Wissenschaft ist man sich durchaus einig darüber, dasshöhere Strafen keine wirklich messbare Auswirkung auf die Anzahl der Straftaten habenwürde. Einzig die Folgen könnten schlimmere Ausmaße annehmen. Wenn man davon aus-geht, dass eine Sexualstraftat auf Grund eines Triebes begangen wird, kommt die Ernüchter-ung erst, wenn der Trieb befriedigt wurde. Nun würde der Täter versuchen, seine Strafe sogering wie möglich zu halten. Im schlimmsten Fall würde er versuchen, das Opfer verschwin-den zu lassen, um keine Zeugen für seine Straftat zu haben. Damit wäre vor allem einemMenschen nicht geholfen: Dem Opfer. Stattdessen wäre es viel wichtiger, Menschen so zu stärken, dass sie weder Opfer noch Täterwerden. Solche Stärkungen könnten im familiären Kreis stattfinden. Aber aus unterschiedlichs-ten Gründen gelingt das vielen Familien nicht. Also ist die Gesellschaft am Drücker undmüsste das übernehmen. Soetwas würde jedoch Geld kosten. Na, fällt Ihnen beim Lesenetwas auf? Wenn man die Sache ganz negativ betrachtet, kommt man recht schnell zu derÜberzeugung, dass es unserer Gesellschaft gar nicht wichtig ist, dass Sexualstraftaten ver-hindert werden. Getrieben werden hingegen viele von der Angst, selber Opfer werden zukönnen. Früher gab es soetwas schon einmal bei Thema Feuer: “Lieber guter Florian, schütz’unser Haus, zünd’ andere an.”.Dazu kommt, dass sexueller Missbrauch einzig durch die Gesellschaft definiert wird. Was beiuns eine Straftat ist, ist in anderen Gesellschaften und Kulturen vielleicht völlig in Ordnung. Ich jedenfalls wäre begeistert, in einer Gesellschaft leben zu können, in der es keine Opfergäbe. Und das wäre mir einiges wert!
Findet der Klimawandel tatsächlich statt?Natürlich. Und zwar schneller und heftiger, als man uns von offiziellen Seiten aus sagt. Dassman uns nicht die ganze Wahrheit sagt, liegt einfach daran, dass man eine Panik in der Weltnicht gebrauchen kann. Schließlich sind mit der Währungs-, Schulden- und Wirtschaftskriseschon genug gefährliche Dinge um uns herum. Würde man uns jetzt noch sagen, dass wirunser Klima in absehbarer Zeit nicht wiedererkennen würden, wäre hier der Ofen ganz aus. Dabei halte ich den Klimawandel nur für bedingt dramatisch. Natürlich werden die Folgeneinem großen Teil der Menschen den Garaus machen. Doch weder der Mensch im Speziellennoch die Erde im Allgemeinen werden untergehen. Der Planet muss sich gesund stoßen undvon unserer Überbevölkerung befreien. Das ist eine völlig natürliche Sache, die im Tierreichtäglich vorkommt. Und so unnatürlich sind wir Menschen dann doch nicht, als dass solchefestgelegten Strategien der Natur an uns vorbei gehen würden. Vor ein paar Jahrzehnten hätten wir vielleicht noch die Change gehabt, die Erde, so wie wir siekennen, zu retten. Jetzt aber dürfte es zu spät sein. Und wieder sind einzig wirtschaftlicheAspekte Schuld an dem Desaster. Der Mensch wird sich aber der neuen Situation anpassen.Denn das haben wir schon immer gemacht. Noch vor 200 Jahren war es mehr oder weniger normal, dass man aus einem Fluss oder Bachgetrunken hat, wenn man durstig war. Heute würde niemand auf solch eine Idee kommen.Warum sollte uns soetwas mit anderen Veränderungen nicht gelingen?2004 auf einer Fahrt durch das Ruhrgebiet.
Warum hat Ihr Auto 150 PS?Weil mir die Industrie nichts anbietet, was ich gebrauchen bzw. mir leisten kann. Ich möchteein geländegängiges Auto, mit dem ich meinen Wohnwagen ziehen kann und hatte mich füreinen SUV entschieden. Nicht, weil ich den besonders toll fand. Aber es war auf dem Marktnichts anderes zu bekommen. In meinen Augen ist heute jeder Kleinwagen völligübermotorisiert. Warum sollte das bei einem SUV anders sein? Mein Honda läuft auf derAutobahn knapp 190 km/h. Das ist völlig überflüssig, zumal ich für die Einführung einerGeschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen bin. Schneller als 130 km/h muss man nichtunterwegs sein. Für die täglichen Fahrten würde ich mir übrigens glatt einen Zweitwagen zulegen. Smart?Gerne! Aber: Zu teuer in der Anschaffung und im Unterhalt. Würde ich mit dem Wechselkenn-zeichen, das wohl im Sommer 2012 erhältlich sein wird, Steuern und Versicherungsbeiträgesparen, würde ich mir solch einen Wagen zulegen. Aber weder Politik, Gesellschaft nochIndustrie scheinen ein Interesse daran zu haben, dass Menschen wie ich sich aktiv am Schutzunserer Umwelt beteiligen. 150 Pferde sind durstig.
Was hören Sie im Radio?Ich hatte meinen Radiowecker einmal für ein paar Tage falsch eingestellt. Morgens wurde ichvon einem dieser Dudelsender aus dem Schlaf gerissen und das Ergebnis war, dass dieseTage schon mit dem Aufstehen mehr oder weniger gelaufen waren. Diese Pseudo-Gute-Laune-Sender, in denen Nachrichten und jede Form von Anspruch eine völlig untergeordneteRolle spielen, sind eine Schade für die Gesellschaft.Und trotzdem höre ich Radio. Denn noch halte ich es für “das” Medium, um Informationenschnell und flächendeckend zu verbreiten. Nichts ist einfacher, als irgendwo einen UKW-Empfänger aufzustellen und wichtige Meldungen zu empfangen. Zu Hause allerdings höre ichnur zu ganz wenigen Anlässen Radio. Morgens werde ich von NDR Info geweckt. Nachdemdas Radio läuft, dauert es 10 bis 15 Minuten, bis ich aus dem Bett klettere. Und ich weiß zudiesem Zeitpunkt dann schon, ob die Welt untergegangen ist oder ob es sich noch einmallohnt, mehr oder weniger fröhlich unter die Dusche zu springen.Im Auto läuft bei mir oft, aber eben nicht immer das Radio. Wenn es eingeschaltet ist, sindNachrichten- und Kultursender zu hören: NDR Info, Deutschlandfunk oder DeutschlandradioKultur zu hören. Da ich (fast) immer alleine im Auto sitze, möchte ich unterhalten und nicht aufden Arm genommen werden.Wenn ich zu Hause tagsüber Radio höre, empfange ich meine Sender über das Internet. Unddann läuft hier eigentlich nur “Deep Mix Moscow Radio”. Ja, das Bum-Bum entspannt mich.In meiner Zeit in Sibirien hatte ich übrigens einen kleinen Weltempfänger mit. Die DeutscheWelle war dort nur einige Stunden am Tag zu empfangen. Nach meiner Rückkehr schrieb icheine Mail an den Sender und fragte, weshalb man sich nicht mehr darum kümmern würde,dass das Programm überall auf der Welt zu empfangen würde. Die Antwort, die ich bekam,war mehr als ernüchternd. Man schrieb mir, dass man sich in unserer Zeit mehr um die Ver-breitung per Satellit kümmern würde, weil davon auszugehen wäre, dass jeder Mensch daraufzurückgreifen könnte. Ich finde es schade, wenn Menschen, die eine besondere Verantwort-ung tragen, derart weit weg vom Normalen sind.