STARTSEITE     Kontakt     Impressum    Datenschutz     Sitemap     Links     FAQ Schau niemals zurück! Du ersparst die den Blick in das Chaos. .com Eisenbahn - Einführung  Wie kommt ein Mann meines Alter dazu, mit einer Modelleisenbahn zu spielen?  Schon diese Frage ist nicht wirklich geschickt gestellt. Bei den heutigen Preisen  wäre die Frage angebrachter, wenn ein Kind oder Jugendlicher eine Eisenbahn  hat. Wenn Sie einen dreistelligen Betrag investieren, sehen Sie noch so gut wie  nichts auf Ihrer Bahn. Selbst einfachste Lokomotiven sind in der Regel nicht für  weniger als 100 Euro zu bekommen. Für ein Häuschen 40 Euro auszugeben, ist  auch kein Problem. Schienen, Figuren, Anhänger usw. und schon läppern sich  enorme Summen zusammen.   Ein weiteres Problem ist der Platz. Meine Modellbahn ist im Maßstab 1:87, Spur-  weite H0 (für die Anfänger unter den Leserinnen und Leser: “Ha-Null”). Um die  Bahn nicht  sinnlos im Kreis fahren zu lassen, benötigt man mehrere Quadrat-  meter. Am besten gleich ein ganzes Zimmer. Und dieses Zimmer ist dann für so  gut wie nichts anderes mehr zu gebrauchen. Eine Modelleisenbahn wird so gut  wie niemals wirklich fertig. Man hat also eine Dauerbaustelle in seiner Wohnung  stehen, die in Relation zur neuen Elbphilharmonie in Hamburg wirklich teuer ist.   Soetwas mag nicht einmal ich. Und damit kommen wir nun zur ursprünglichen  Fragestellung. Modelleisenbahnen begleiten mich mein ganzes bisheriges Leben.  Als kleiner Junge hatte ich mit der Märklin meines Vater gespielt. Später hatte ich  eine Anlage in der Spur N im Maßstab 1:160. Dazu kam dann eine LGB-Garten-  bahn (obwohl ich nie einen eigenen Garten hatte). Zwischendurch verschand die  Bahn immer mal wieder in Kartons, wurde dann aber doch immer wieder aufge-  baut. Beruflich bin ich ab Mitte dreißig ständig unterwegs gewesen, war in Russland,  lebte in Celle, in Hessen, in Thüringen. Es war völlig unmöglich, eine “feste” Platte  zu bauen. Also musste meine Anlage transportabel sein. Mit Ende 30, Anfang 40  stelle ich dann aber fest, dass mir der Maßstab 1:160 dann doch zu klein wurde.  Außerdem war das Angebot im Maßstab 1:87 viel größer. Ich entschied mich für  einen Umstieg auf den Maßstab 1:87 in der Spurweite H0e. Doch eine  Schmalspurbahn lässt wenig Spielraum bei Lokomotiven und  Wagen. Und so fiel der Entschluss, dass ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gehen würde. Von meiner LGB hatte  ich mich mittlerweile getrennt (ein paar meiner ehema-  ligen Schienen sind heute übrigens irgendwo in   China verbaut). Nun verkaufte ich also  auch noch meine N-Anlage und  konzentrierte mich voll und ganz auf die Spurweite H0. Natürlich musste alles so  gut es ging digital gesteuert werden. Dass ich mich dabei für ein 2-Leiter-System  entschied, lag auf der Hand. Immerhin hatte ich meine Steuereinheit von der  Roco-Schmalspurbahn.   Ich muss zugeben, dass ich zu gerne eine feste Eisenbahnplatte aufgebaut hätte.  In meiner Wohnung hätte ich sogar den Platz dafür. Aber wer weiß, was mich be-  ruflich in den nächsten Jahren erwartet? Wer weiß, wo ich einmal landen werde?  Und möchte ich wirklich vor einem Umzug meine Eisenbahn abbauen? Nein, das  ging und geht nicht. So habe ich beschlossen, dass ich meine Eisenbahn auf dem  Fußboden in meinem Wohnzimmer (das mittlerweile mein Schlafzimmer ist) auf-  zubauen. Und nach dem Spielen eben auch wieder abzubauen. Dabei allerdings  möchte ich auf keinen Fall auf den Bau von Landschaften, Städten, Dörfern usw.  verzichten. Deshalb habe ich mich zum Bau von Modulen entschieden, die jedoch  nichts mit den gängigen Modulen der Modelleisenbahnerszene zu tun haben.   Das erste Modul ist ein Straßenzug mit einem kleinen Bahnhof. Es ist 190 x 80 cm  und kann problemlos von meinem Arbeitszimmer ins Schlafzimmer getragen  werden. Dort steht es dann auf dem Fußboden und kann mit den locker verlegten  Schienen verbunden werden. Soweit die Theorie.   In der Praxis sieht das natürlich ganz anders aus. Denn bei mir dauert es mehrere  Jahre, bis 1,5 qm komplett gebaut sind. Für einen schnelleren Aufbau fehlen mir  zwei Sachen: Geld und Zeit. So brauche ich mindestens einen ganzen - oft aber  auch erheblich mehr - Arbeitstag, um alleine nur ein Haus zu basteln. Meine  fertigen Häuschen unterscheiden sich zum Teil stark von den Aufdrucken auf der  Verpackung. Umbauten, Nachbesserungen, Alterungen sind genauso normal wie  teilweise Wohnungseinrichtungen in die Häuser zu bauen. Schließlich möchte  man ja etwas sehen, wenn man einen Blick in die Fenster wirft. Auf den nächsten  Seiten können Sie ein paar Eindrücke davon gewinnen, wie meine Modellwelt  aussieht. Ich stelle Ihnen hier meine Lokomotiven, meine Waggons und natürlich  mein erstes Modul “Stadt Sonnenburg” vor.   Auf einigen Seiten können Sie sich Videos anschauen. Klicken Sie dazu einfach auf die kleine Playtaste im Fern- seher (das kleine Dreieck im Bedienfeld).